«Diese Initiative trifft die Basler Gesundheitsversorgung ins Mark»


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    Interview mit Lukas Engelberger, Vorsteher des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt:

    (Bild: zVg)

    Welche Bedeutung hat die Personenfreizügigkeit für die Gesundheitsversorgung in Basel?
    Eine sehr grosse. Unsere Spitäler, Pflegeheime und die Spitex sind in hohem Mass auf Fachkräfte aus dem EU-Raum angewiesen. Ein erheblicher Teil des Personals stammt aus dem Ausland. Ohne diese Fachkräfte könnten wir unseren Leistungsauftrag nicht mehr erfüllen. Versorgungslücken wären die Folge.

    Welche konkreten Folgen hätte eine Annahme der Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz»?
    Die Initiative will einen starren Bevölkerungsdeckel einführen. Sie erschwert oder verhindert Anstellungen im Gesundheitsbereich. Das heisst weniger Personal und längere Wartezeiten für Patientinnen und Patienten.

    Was bedeutet das für die Qualität der Versorgung?
    Fehlende Fachkräfte erhöhen die Belastung für das bestehende Personal. Internationale Erfahrungen zeigen, dass Personalmangel insbesondere in der Notfallversorgung gravierende Folgen haben kann. Die medizinische Versorgung und die Behandlungsqualität leiden darunter.

    Warum ist Basel besonders betroffen?
    Als Grenzkanton spüren wir die Auswirkungen besonders stark. Die Initiative trifft unsere Gesundheitsversorgung ins Mark. Mit Blick auf Patientensicherheit und das Funktionieren des Gesundheitssystems ist das nicht vertretbar. Ein solches Chaos können wir uns nicht leisten.

    www.nein-chaos.ch

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